Um unsere Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit transparent zu machen, präsentieren wir unsere EcoFacts. Sie machen die Umweltleistung unserer Produkte transparent und leicht nachvollziehbar.
Alle Informationen zu Umwelt- und Gesundheitsaspekten liegen vor und sind gebündelt verfügbar. EGGER Produkte sind sozusagen „volldeklariert“. Wir stellen Ihnen verlässliche Daten zur Verfügung und beraten Sie gerne. Bei EGGER gibt es dafür zwei Formate: EPDs (Environmental Product Declarations) und EHDs (Environmental and Health Datasheets).
Unsere EcoFacts: Nachhaltigkeit, die tiefer geht
Holz ist unsere wertvollste Ressource. Aus dem nachwachsenden Rohstoff der Natur fertigen wir eine breite Produktpalette für den Möbel- und Innenausbau, Fußboden sowie den konstruktiven Holzbau. Wir streben an, nachhaltig zu handeln, Ressourcen zu schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Um verständlich darzustellen, wie weit wir in der Umsetzung dieser Grundhaltung sind, erklären wir Ihnen hier unsere EcoFacts. Sie machen die Umweltleistung unserer Produkte transparent, leicht nachvollziehbar und unterstreichen unser Versprechen: Mehr aus Holz.
EcoFact CO2-Fußabdruck
Holzwerkstoffe binden während ihrer gesamten Nutzung Kohlenstoff.
Jedes Produkt hinterlässt Spuren im Klima. Mit dem CO2-Fußabdruck lässt sich beziffern, wie groß diese sind. Der CO2-Fußabdruck berechnet sich aus drei Komponenten des Global Warming Potentials (GWP):
- GWP-biogen: Der Rohstoff Holz nimmt während seines Wachstums CO2 aus der Atmosphäre auf. Der Kohlenstoff bleibt während der gesamten Nutzungsdauer im Holz gespeichert. Der Wert GWP-biogen beziffert diesen Speichereffekt.
- GWP-fossil: Bei der Herstellung eines Produkts und in seiner vorgelagerten Wertschöpfungskette wird wiederum CO2 ausgestoßen. Das GWP-fossil zeigt diese Emissionen. Im Rahmen unserer Klimastrategie hin zu Net Zero bis 2050 wollen wir genau diesen Wert gegen null reduzieren.
- GWP-luluc: Das GWP-luluc misst, wie Landnutzung und deren Veränderungen die Menge an freigesetztem oder aufgenommenem CO2 beeinflussen. Etwa verursachen Aktivitäten, wie die Waldbewirtschaftung oder auch die Umwandlung in Ackerflächen, Emissionen dieser Kategorie.
GWP-total: Alle drei Werte zusammengezählt ergeben das GWP-total, den sog. CO2-Fußabdruck. Bei unseren holzbasierten Produkten ist dieser Wert sehr gering. Hat das Holz in unserem Produkt mehr CO2 aufgenommen, als in der Herstellung, Vorkette und Landnutzung ausgestoßen wird, ist der CO2-Fußabdruck sogar negativ.
Der EcoFact wird in kg CO₂e/m² bzw. kg CO₂e/m³ gemessen. Er zeigt, wie stark sich das Produkt auf das Klima auswirkt. Die Berechnung ist extern verifiziert. Sie entspricht den GWP-Indikatoren cradle-to-gate auf Basis unserer EPDs (A1-A3 nach EN 15804+A2).
EcoFact Anteil nachwachsender Ressourcen
Holz wächst nach.
Holz wächst in wenigen Jahrzehnten nach. Fossile und mineralische Rohstoffe brauchen hingegen Jahrmillionen, um zu entstehen. Daher ist es wichtig, den Anteil nachwachsender Ressourcen kontinuierlich zu steigern.
Dieser EcoFact zeigt, wie viel des für die Herstellung des Produkts verwendeten Materials aus nachwachsenden Ressourcen wie Holz oder Papier stammt. Außerdem weisen wir transparent aus, wie viel Material aus fossilen Ressourcen (wie herkömmlicher Leim, Wachs, Harz) und aus mineralischen Ressourcen (wie Steine, Mineralien) verwendet wird.
So geben wir für jedes Produkt transparent an, welchen Beitrag es zur Umsetzung der Bioökonomie leistet. Um uns hier auch künftig weiter zu verbessern und den Einsatz fossiler Ressourcen weiter zu reduzieren, beschäftigen wir uns aktiv mit der Forschung an alternativen Leimsystemen.
Der EcoFact bezieht sich auf alle Inhaltsstoffe eines Produkts nach Trockengewicht. Er basiert auf einer internen Rechnung.
EcoFact Anteil Material aus Kreislaufwirtschaft
Wir gehen verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen um.
Es ist sinnvoll, vorhandene Produkte bestmöglich wiederzuverwenden und zu recyceln. Wie gut uns das in der Praxis gelingt, zeigt dieser EcoFact. Er stellt das im Produkt eingesetzte Material in Kategorien dar:
Aus Reststoffen oder dem Recycling gewonnene Rohstoffe bezeichnet man auch als Sekundärrohstoffe. Sie tragen zur Kreislaufwirtschaft bei. Wir weisen das Material aus der Kreislaufwirtschaft in drei Kategorien aus:
- Nebenprodukte aus der Sägeindustrie: Nebenprodukte aus industriellen Holzbearbeitungsschritten wie Hackschnitzel oder Sägespäne
- Pre-Consumer-Recyclingmaterial: Reste aus der Möbelindustrie, wie Produktionsreste von Kunden oder Holzwerkstoffe dritter Wahl
- Post-Consumer-Recyclingmaterial: Recycelte Materialien, die bereits beim Endkunden waren, wie Altmöbel, Paletten, recycelte Kunststoffe, Altpapier
Daneben kommen Primärrohstoffe, also Rohstoffe, die keine Nebenprodukte sind oder nicht recycelt wurden, zum Einsatz. Für unsere Produkte macht Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft, wie Durchforstungshölzer oder nicht sägefähiges Rundholz, den weitaus größten Anteil in dieser Kategorie aus.
Der EcoFact bezieht sich auf alle im Produkt eingesetzten Materialien. Er basiert auf einer internen Auswertung.
EcoFact Recyclingfähigkeit
Holzwerkstoffe haben viele Leben.
Holzwerkstoffe sind hochwertig und können viele Jahre im täglichen Einsatz bestehen. Auch nach Ende der Produktnutzungsdauer sind sie weiterhin eine wertvolle Ressource: Viele Produkte können stofflich verwertet und so wieder zu einem hochwertigen Plattenwerkstoff werden.
Dieser EcoFact gibt an, ob ein Produkt nach Ende seiner Nutzungsdauer für die Herstellung neuer Holzwerkstoffe eingesetzt werden kann.
Alle Umwelt- und Gesundheitsdaten auf einen Blick: Unsere EPDs und EHDs
Die Situation: Worin unterscheiden sich HQE, LEED, BREEAM und DGNB? Die Materie der Gebäudezertifizierung ist wie der dazugehörige Markt an Produkten und Dienstleistungen komplex. In fast jedem Land und jeder Region gelten andere Normen und Regelwerke, nach denen ein Bauwerk ein anerkanntes Zertifikat für Qualitätskriterien wie Nachhaltigkeit, Gesundheit und Energieeffizienz erhält.
Wir fassen deshalb alle umweltrelevanten Daten unserer Werkstoffe in unseren EPDs und EHDs zusammen und machen sie öffentlich zugänglich. Das erleichtert Architekten und Verarbeitern die Wahl der Materialien und die Zertifizierung des Gebäudes. Informationen zum Lebenszyklus unserer Produkte finden sie in den Umweltprodukdeklarationen (EPDs) und Umwelt- und Gesundheitsdatenblättern (EHDs).
Was sind EPDs?
EPD steht für „Environmental Product Declaration“. Umweltproduktdeklarationen stellen alle umweltrelevanten Informationen zu einem Werkstoff zu Verfügung und bietet eine zuverlässige Datenbasis:
- Produktbeschreibungen
- Beschreibung des Herstellungsprozesses
- Nachweise & Prüfberichte der Produkteigenschaften
- Inhaltsstoffe
- Herstellungsprozesse
- Ökobilanz
- Ressourceneinsatz
- Abfälle
Wozu dient eine EPD?
Umweltproduktdeklarationen ermöglichen es Bauherren, Architekten oder Verarbeitern, die Umweltwirkung von Werkstoffen zu bewerten. Sie erhalten folglich mehr Klarheit und Kontrolle bei dem Vergleich verschiedener Produkte und Bauweisen.
Denn nicht nur in der Nutzungsphase, sondern auch in der Herstellung und Rückführung der Baustoffe werden Emissionen freigesetzt und die Umwelt belastet.
Unsere EPDs leisten einen Beitrag zur Bewertung von nachhaltigem Bauen und Wohnen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.
Welche Kennzahlen stehen in einer EPD?
In internationalen Normen und in sogenannten Produktkategorieregeln (PCR) werden die Rahmenbedingungen für EPDs festelegt. Die Bewertung der Produkt-Umweltwirkungen findet in verschiedenen Modulen, wie Rohstofgewinnung, Herstellung und Entsorgung, statt. Herzstück jeder EPD ist die Ökobilanz. Sie zeigt, wie sich ein Produkt auf Klima, Böden und Gewässer auswirkt.
Programmhalter unserer EPDs ist das renommierte deutsche Institut für Bauen und Umwelt (IBU). Unsere EPDs basieren auf unseren eigenen Berechnungsgrundlagen und machen damit unser Bestreben die Umweltwirkungen unserer Produkte zu reduzieren, transparent.
Was sind EHDs?
Die EHDs (Environmental and Health datasheets) fassen zusammen, wie unsere Produkte die Anforderungen der länderspezifischen Gebäudezertifizierungen erfüllen. Die dazu zu erbringenden Nachweise sind in den EHDs direkt verlinkt. Weiter finden sich Informationen, die für die Beantragung von Typ II Umweltdeklarationen benötigt werden.
Downloads
Hier finden Sie alle aktuellen EPDs und EHDs, die alle umweltrelevanten Daten unserer Produkte umfassen.
Zu den Baustoffdatenbanken: