Das Geschäftsjahr 2025/2026 der EGGER Gruppe war von einer schwachen Baukonjunktur, Konsumzurückhaltung und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. In diesem anspruchsvollen Umfeld konnte EGGER erneut Anpassungsfähigkeit beweisen und erzielte eine stabile Geschäftsentwicklung mit einem Umsatz von 4,26 Mrd. EUR (+3,4 % zum Vorjahr) und einem EBITDA von 541,8 Mio. EUR (+0,1 % zum Vorjahr). Die EBITDA-Marge betrug 12,7 % (Vorjahr: 13,1 %). Die Eigenkapitalquote liegt mit 41,6 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig investierte das Familienunternehmen konsequent in seine Zukunft, unter anderem mit dem 200-Mio.-EUR-Ausbau des Werks Markt Bibart (DE) und der Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks in St. Johann in Tirol (AT).

Die EGGER Gruppenleitung
Die EGGER Gruppenleitung berichtet bei der Jahrespressekonferenz vom Geschäftsergebnis. V.l. Frank Bölling, Hannes Mitterweissacher, Thomas Leissing, Michael Egger jun.
„In einem Umfeld, das von Unsicherheit und hoher Dynamik geprägt war, konnten wir eine stabile Entwicklung erzielen. Das verdanken wir unseren verlässlichen Partnerschaften und dem großen Einsatz unserer rund 12.000 Mitarbeitenden weltweit. Unsere Stabilität gibt uns den nötigen Handlungsspielraum, um langfristige Ziele und strategische Projekte konsequent zu verfolgen“, so Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung.

Konsequente Investitionen in Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit

Auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten setzte EGGER seine langfristige Investitionsstrategie konsequent fort. Im Geschäftsjahr 2025/2026 investierte die Gruppe insgesamt 450,1 Mio. EUR. Im Fokus standen die Weiterentwicklung ihrer industriellen Basis, Veredelungskapazitäten, Automatisierung, zukunftsorientierte Energieversorgung und Kreislaufwirtschaft.

Ein zentrales Großprojekt bleibt der Ausbau des Standorts Markt Bibart (DE), in den EGGER über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt mehr als 200 Mio. EUR investiert. Mit dem Start von zwei Kurztaktpressen wurde dort im Geschäftsjahr 2025/2026 ein wesentlicher Meilenstein erreicht.

Verhaltener Ausblick für das Geschäftsjahr 2026/2027

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. Die Unsicherheit in den Märkten ist weiterhin hoch, ein breiter konjunktureller Aufschwung ist derzeit nicht erkennbar. EGGER sieht sich aber gut aufgestellt, und zwar mit einer starken industriellen Basis, klaren Prioritäten, einer stabilen finanziellen Basis und dem besten Team mit großer Tatkraft.