Echte Macher erzählen ...

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Joan Iborra Rubio
Techniker Energiemanagement, Werk Hexham, Großbritannien

Seit 2013 bei EGGER

Bitte beschreiben Sie Ihren schulischen und beruflichen Werdegang, insbesondere die unterschiedlichen Stellen, die Sie bisher bei EGGER hatten.

Ich habe an der Polytechnischen Universität Valencia ein MSc-Studium in Chemieingenieurwesen absolviert und anschließend meine Masterarbeit an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm verfasst. Während meines Studiums habe ich zwei Praktika absolviert: Eines im Labor eines öffentlichen Krankenhauses, das andere in den Abteilungen für Qualitätskontrolle sowie Forschung und Entwicklung bei einem Reinigungs- und Desinfektionsmittelhersteller.

Nach meinem Studienabschluss bin ich nach England gezogen. Um meine Englischkenntnisse zu verbessern, habe ich vorübergehend an der Rezeption eines Londoner Hotels gearbeitet. Ich bewarb mich für Ingenieursstellen in ganz England bis sich etwas am EGGER Standort Barony ergab, für den ich mich ursprünglich beworben hatte: Der Anruf der Personalabteilung, die meine Bewerbung geprüft hatte, kam sehr überraschend für mich. Es gab eine freie Stelle im Bereich Wärme und Energie im Werk in Hexham, von der sie annahmen, dass sie besser zu meinen Fähigkeiten und meiner Erfahrung passen würde.

Daraufhin hatte ich ein Bewerbungsgespräch bei EGGER in Hexham, konnte an einer Werksführung teilnehmen und bekam im Anschluss das Angebot, ab April 2013 als Werkspraktikant Energie zu arbeiten. Nachdem ich alles über die Energieanlage und die damit verbundenen Abteilungen gelernt hatte, wurde ich schon ein Jahr später, im August 2014 , Techniker im Energiemanagement.

Warum haben Sie sich für EGGER als Arbeitgeber entschieden?

Ich muss gestehen, dass ich nicht viel über EGGER wusste, bevor ich hier zu arbeiten begonnen habe.

Als ich die freie Stelle gesehen und mich etwas informiert habe, habe ich aber schnell gemerkt, dass EGGER ein großer internationaler Produktionsbetrieb ist - genau die Art von Unternehmen, die ich gesucht hatte. Deshalb habe ich mich für diesen Job beworben.

Als ich zum Bewerbungsgespräch ins Werk kam, wurde mir klar, dass ich wirklich gerne hier arbeiten wollte. Während des Bewerbungsgesprächs wurde mir das Praktikantenprogramm genauer erklärt. Ich habe erfahren, dass ich mit Themen im Bereich Energie arbeiten würde, was schon immer mein berufliches Ziel war.

Obwohl die Arbeit mit Energie für mich das wichtigste Kriterium war, waren auch die Größe und die Hightech-Ausstattung des Werks sehr beeindruckend für mich. Ich habe den Standort mit einem sehr guten ersten Eindruck verlassen und hoffte, dass man mir die Stelle anbieten würde.

Bitte beschreiben Sie Ihre ersten Wochen und Monate bei EGGER.

Die ersten Wochen und Monate waren ein kontinuierlicher Lernprozess, durch den mich mein Vorgesetzter, der Leiter der Energieanlage, und der Assistent für Energie und Umwelt begleitet haben. In den ersten Wochen bin ich meinen Kollegen auf Schritt und Tritt gefolgt und habe viel Zeit mit unseren Operators verbracht um den Rohspan-Produktionsprozess und den Betrieb in der Energieanlage zu verstehen. Man hat mich damals oft dazu ermutigt, Fragen zu stellen und dadurch von den anderen so viel Information wie möglich zu erhalten.

Nachdem ich bis dahin nichts über den Rohspan-Herstellungsprozess wusste, war diese Zeit eine große Herausforderung für mich. Aber durch all die Hilfe und Unterstützung, die ich bekommen habe, konnte ich mir viel Basiswissen aneignen.

Kurze Zeit nachdem ich begonnen hatte, wurde die Energieanlage wieder in Betrieb genommen. Eine großartige Gelegenheit für mich, in einem Team mit Mitarbeitern aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenzuarbeiten: Kollegen aus den Abteilungen für Elektrik und Mechanik waren ebenso dabei wie Kollegen aus anderen Werken der EGGER Gruppe und externe Experten für diverse Fachgebiete. Mit ihnen im Rahmen dieses Projekts zu diskutieren und zusammenzuarbeiten hat mir ermöglicht, noch mehr über die Prozesse bei EGGER und in der Energieanlage im Besonderen zu lernen.

Was sind Ihre momentanen Hauptaufgaben und -verantwortlichkeiten?

Momentan bin ich in meiner Stelle als Techniker (Energiemanagement) für die Verwaltung und das Reporting der Energieanlage verantwortlich und unterstütze Betrieb und Monitoring des Thermalöl-Netzes.

Wir kontrollieren die Wärme, die im Werk für interne Verbraucher erzeugt wird. Darüber hinaus bin ich auch zuständig für Monitoring und Planung des Verbrauchs von Energie, die von Externen geliefert wird (z. B. Elektrizität und Erdgas). Um alle Energiequellen, die wir verwenden, besser verwalten und überprüfen zu können, arbeite ich an der Einführung eines Energiemanagementsystems, das uns dabei unterstützt, den Energieverbrauch am Standort zu optimieren und Energieeinsparungspotenziale für höhere Energieeffizienz im Werk zu identifizieren.

Ich arbeite auch mit der Abteilung für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt zusammen, wenn es um die die Erfüllung umweltschutzrechtlicher Anforderungen (beispielsweise aus EU-Emissionshandelsberichten oder Klimaschutzübereinkommen) geht.

Welche Facetten Ihrer Stelle gefallen Ihnen am besten?

Mir gefällt wirklich alles, was ich im Rahmen meiner Arbeit mache, besonders die Vielfältigkeit. Ich muss mich an meinem Arbeitsplatz nicht auf einen Teil des Ingenieurswesens einschränken, sondern bin in eine ganze Reihe von Projekten involviert. Ein Teil meiner Position, den ich besonders gerne ausübe, ist das Monitoring des standortspezifischen Energieverbrauchs. Wenn man Wärmebilanzen erstellt, kann man verschiedene Prozesse sehen und erkennen, wo es Raum für Verbesserungen gibt. Mir gefällt es auch, in Projektarbeit eingebunden zu sein, weil ich dadurch mit Menschen mit unterschiedlichem Background zusammenarbeiten kann. Das gibt mir die Möglichkeit, Wissen in Bereichen zu sammeln, in denen ich sonst nicht arbeite, und Prozesse aus anderen Blickwinkeln kennenzulernen.

Was macht EGGER Ihrer Meinung nach zu einem guten Arbeitgeber?

Alles in allem denke ich, dass EGGER ein Unternehmen ist, das sich um seine Mitarbeiter kümmert, was mir sehr wichtig ist. EGGER gibt jedem die Möglichkeit sich zu entwickeln und innerhalb des Unternehmens Karriere zu machen. Ich zum Beispiel habe in den zwei Jahren, seit ich hier arbeite, viele Schulungen besucht, die mir geholfen haben und weiterhin helfen, meine Fähigkeiten zu entwickeln. Seit kurzem bin ich im Startklar-Trainingsprogramm, dem gruppenweiten Nachwuchsführungskräfteprogramm von EGGER. Dieses Programm gibt mir die Gelegenheit, mit Kollegen aus den verschiedenen Standorten zusammenzuarbeiten und von ihren Erfahrungen zu lernen. Genauso gehört dazu, die größten Werke der Gruppe zu besuchen.

Was gefällt Ihnen am besten an Hexham, der Umgebung, am Leben hier, Ausflugszielen usw.?

Ich lebe gerne in Hexham, weil es eine kleine und ruhige Stadt ist, die einem alles bietet, was man braucht. Außerdem ist Hexham nicht weit weg von Newcastle. Ab und zu fahre ich ganz gerne dorthin um einzukaufen, Fußball-Matches zu sehen oder einfach den Tag dort zu verbringen. Auch der geschichtliche Teil von Northumberland gefällt mir sehr: die Römischen Ruinen und Schlösser und die wunderschöne Landschaft. Aber das Beste daran, hier zu leben, sind zweifellos die Menschen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen im Nordosten Englands sehr freundlich und offen sind. Sie geben einem das Gefühl, willkommen zu sein, und das ist sehr wichtig für mich.

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