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Inspiration> Themen> Haptik und Optik im Möbelbau

Anfassen erwünscht

Haptik kann Optik maßgeblich unterstützen und ein Design vollkommen machen. Das erklärt uns im Interview Klaus Monhoff, Leiter Design- und Dekormanagement in der EGGER Gruppe.

Markante Hölzer verlangen markante Strukturen

Klaus Monhoff ist der Design- und Dekorexperte bei EGGER und weiß, wie ausschlaggebend Haptik sein kann.

EGGER:
Wie wichtig ist Fühlen im Möbeldesign?
Monhoff:
Im digitalen Zeitalter konsumieren wir viel mit den Augen. Tagtäglich wird unser Sehsinn über Bildschirme stark beansprucht.
Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass ein Ungleichgewicht zwischen Sehen und Fühlen entstanden ist. Das führt automatisch dazu, dass Menschen reale Materialien gerne berühren.
Fühlen gewinnt wieder mehr an Bedeutung. Deswegen legen wir ein besonderes Augenmerk auf unsere Oberflächen.
EGGER:
Welchen Stellenwert hat Haptik bei EGGER?
Monhoff:
Wir sehen, dass vor allem bei Möbeln, die oft berührt werden, Haptik beinahe wichtiger ist, als Optik. Bei einer markanten Eiche mit Ästen und Rissen erwarten sich Kunden heutzutage die passende Struktur.
Diesem Wunsch kommen wir mit unseren Feelwood Synchronporen-Oberflächen, hier im Speziellen der ST37 Feelwood Rift, nach.
Auch Materialnachbildungen wirken mit der passenden Struktur, zum Beispiel ST16 Mineral Plaster oder ST76 Mineral Rough Matt, noch authentischer. 
Strukturen für Materialdekore

Besonders Materialnachbildungen erhalten ihren nahezu echten Charakter nicht nur durch Optik, sondern auch durch Haptik.

EGGER:
Muss die Struktur immer zum Dekor passen?
Monhoff:
Durch den anhaltenden Trend zu Uni-Farben kommen auch hier vermehrt Holz- und Materialstrukturen zum Einsatz.
Die neue ST38 Feelwood Pinegrain, die wir eigentlich für die Dekorserie der Berglärche entwickelt haben, findet auf Schwarz oder Weiß überaus große Akzeptanz. Mit unerwarteter Haptik gibt man der Uni-Optik eine andere, spannende Perspektive und sie bekommt so mehr Charakter. 
Ein besonderer Charakter für Uni-Dekore

Strukturen, wie hier die ST38 Feelwood Pinegrain, verleihen auch Uni-Dekoren einen besonderen Charakter.

EGGER:
Würden Sie bei Holzstrukturen sagen: Je markanter umso näher am Echtholz? 
Monhoff:
Ja. Wenn wir uns die aktuellen Feelwood Synchronporen-Oberflächen ansehen, dann können Endkunden zum Teil gar nicht mehr zwischen der Melaminoberfläche und dem Original unterscheiden.
EGGER:
Was wird sich in Zukunft beim Thema Haptik und Struktur tun?
Monhoff:
Die Eiche ist nach wie vor Trendholz. Solange werden auch unsere Feelwood Oberflächen auf dem Vormarsch sein. Wir rechnen aber damit, dass in ein paar Jahren die ruhigen, eleganteren Hölzer wie Nussbaum und Ahorn auf den Markt drängen. Sie benötigen und verlangen keine markanten Strukturen.
Zunehmen wird auf jeden Fall das Thema der Materialstrukturen. Auch wir werden dieses Thema zukünftig weiterentwickeln. Die stimmige Oberfläche perfektioniert ein Gesamtdekor. Ohne diese Perfektion wird es auch keinen Erfolg für Materialreproduktionen geben. Optik und Haptik sind hier sehr stark aneinandergeknüpft.
3D-Strukturvisualisierung von EGGER

Mit der 3D-Strukturvisualisierung von EGGER sind Holz- und Materialoberflächen jetzt auch auf dem Bildschirm erlebbar.