Den Branchentreff der Möbelindustrie und ihrer Zulieferer – die ZOW in Bad Salzuflen (20. bis 23. Februar 2006) [und die darauf stattfindende Hausmesse Eggerzum in Brilon, St.Johann] – wird die Firma EGGER Holzwerkstoffe als Plattform für die Präsentation einer Reihe neuer Trenddekore nutzen. „Wir unterstreichen mit unseren Neuheiten die Tendenz zur weiteren Personalisierung der Einrichtungsstile,“ erläutert Produktmanager Klaus Monhoff. „Wir sprechen heute nicht mehr von Zielgruppen, sondern von Stilgruppen.“ Besonders angesagt sind weiterhin Kombinationen sowie Kontraste. Die Erfahrungen der jüngsten Zeit haben aber gezeigt, dass neue Produkte und der Materialmix nicht zu sehr erklärungsbedürftig werden dürfen. „Wenn es zu kompliziert wird, akzeptiert das der Verarbeiter und Verbraucher nicht mehr“, weiß Monhoff.
Farbliche Verfremdungen bei Holzdekoren
Bei den Holzdekoren gibt es eine interessante Entwicklung: Einerseits sind die klassischen Hölzer Eiche und Nussbaum besonders gefragt. Andererseits werden die Naturfarben dieser – und anderer Holzreproduktionen – farbiger. Die Holzdekore werden durch Farbtöne verfremdet, ohne dass dadurch die Natürlichkeit aus der Balance gerät. Bei den Hölzern sieht Klaus Monhoff noch einen weiteren Trend: Sie werden wieder markanter durch deutlich ausgeprägte Jahresringe, Äste, stärkere Einschlüsse oder sogar Splintanteile.
Beispiele Fjörd Birke und Lakeland Akazie schoko
Bei den Holznachbildungen wird EGGER auf der ZOW 2006 der Möbelindustrie unter anderem zwei ausdruckstarke Holzreproduktionen präsentieren, lässt Monhoff durchblicken.
- Fjörd Birke ist eine geplankte, sehr natürliche Massiv-Birke-Reproduktion, die einen leichten rötlichen Schimmer und damit viel Farbspiel zeigt. Das Dekor weist zudem markante Jahresringe auf. Dadurch unterscheidet sich die Optik deutlich von den vielen, eher weichzeichnenden Ahorn-Ausführungen der letzen Jahre.

- Lakeland Akazie schoko kommt dem Trend nach dunklen und ausdrucksstarken Hölzern entgegen. Die Holzreproduktion fällt durch ihre Farblichkeit auf. Die Holzstruktur ist deutlich streifig und eignet sich somit sowohl für den horizontalen wie den vertikalen Einbau. Die dunkle Schokofärbung eignet sich ideal zur Kombination mit Unis wie den beiden ebenfalls neu in das Repertoire aufgenommenen Farben Canyon oder Sunset.

Erdfarben und Gold dominieren die Unifarben
Im letzten Jahr hat EGGER bei den Unidekoren verschiedene Goldtöne vorgestellt. Das kommt dem Trend nach luxuriöser Wohnungsausstattung entgegen. „Diese Entwicklung ist noch ausbaufähig,“ erläutert Designscout Klaus Monhoff. Das matt schimmernde Edelmetalldekor wird sich seiner Meinung nach mittelfristig durchsetzen. Bei den Unifarben sieht er etwas mehr Farbigkeit und einen Rückgang bei den beigen und braunen Farbstellungen. Die einfärbigen Töne sollen sich aber nicht allzu sehr in den Vordergrund spielen: Damit die Kombination mit den neuen Holztrends gut funktioniert, läuft die Tendenz Richtung erdfarbige Ausführungen.
Unifarben und stark strukturierte Hölzer bei Arbeitsplatten
Im Arbeitsplattenbereich verzweigt sich der Trend in zwei Richtungen: Einerseits werden stärker strukturierte Hölzer für die Kombination mit Unifarben verwendet, andererseits werden die steinigen Reproduktionen etwas weicher und harmonischer, da die Hölzer im Frontbereich ausdrucksstärker sind. Auch hier erweist sich mithin die Notwendigkeit, dass zwischen Ausdrucksstärke und Farbharmonie eine Brücke geschlagen werden kann.
- Ein besonders ausdruckstarkes neues Dekor für Arbeitsplatten, das auf der ZOW von EGGER gezeigt werden wird ist Valentino nougat. Dabei handelt es sich um eine Sandstein-Reproduktion, deren Oberfläche sehr kleinteilig aufgebaut ist, deren Struktur aber eine wunderbare Tiefenwirkung erzeugt. Farblich zeigt dieses Dekor ein helles Braun, das leicht ins rötliche chargiert.

Einladung zur ZOW 06/ EGGERZUM (pdf)
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