Der Holzwerkstoffhersteller EGGER bestätigt seine Pläne zur Errichtung eines neuen Standortes in Osteuropa. Die im Norden des künftigen EU-Mitgliedslandes Rumäniens gelegene Provinz Suceava ist eine Standortalternative. Die endgültige Standortentscheidung wird von der kooperativen Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Institutionen abhängen. Neben der schnellen und unbürokratischen Abwicklung vonseiten der Behörden sind auch die Zusagen zur Bereitstellung entsprechender Infrastruktur sowie der positive und rasche Abschluss der bereits laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung Voraussetzung für die Projektumsetzung.
Der Ausbau des Holzwerkstoffwerkes ist in mehreren Stufen geplant: In der ersten Ausbaustufe werden Rohspanplatten und beschichtete Spanplatten erzeugt und in der zweiten Phase ist eine Faserplattenproduktion (MDF/HDF) und –veredelung für die Laminatfußbodenerzeugung geplant. Die Produktionstechnologie wird dem neuesten Stand der Technik entsprechen - es werden hochmoderne, umweltschonende Anlagen eingesetzt, die bereits in anderen EGGER Standorten in Europa erprobt sind. EGGER ist der Vorreiter hinsichtlich ökologischer Produktionsverfahren in der gesamten Branche.
Osteuropäische Märkte im Visier
Alle Produktionsstandorte von EGGER laufen auf Hochtouren. Wachstumsmotor der vergangenen Jahre waren die Mittel- und Osteuropäischen Staaten. Ein besonders aufstrebender und attraktiver Markt ist Rumänien, wo sich der Markt für dekorative und konstruktive Holzwerkstoffe außerordentlich dynamisch entwickelt.
Der Großteil der Produktion des geplanten Werkes ist deshalb auch für den rumänischen Markt vorgesehen, ein Teil wird in die Nachbarländer – insbesondere die unmittelbar angrenzende Ukraine – exportiert. Nebst Abdeckung des heimischen Bedarfs an Holzwerkstoffen setzt EGGER so positive Signale für die Handelsbilanz und trägt zur Erhöhung der rumänischen Wertschöpfung bei.
Wirtschaftliche Akzente für die Region
Mit der Entstehung des Werkes setzt EGGER enorme arbeitsmarktpolitische Akzente in Rumänien. Nach Vollausbau des Werkes finden bis zu 700 Mitarbeiter langfristige und sichere Arbeitsplätze. Die indirekte Arbeitsplatzwirkung in der lokalen Forstwirtschaft, bei Bauunternehmen, im Transportgewerbe oder bei verschiedenen Dienstleistern bis hin zur Gastronomie wird beim Vielfachen liegen. Neben den arbeitspolitischen Aspekten wird durch die Ansiedelung des neuen EGGER Werkes die gesamte Wirtschaft belebt und die Benefits für Land und Bevölkerung werden für das gesamte Land spürbar sein.
Rohstoffsicherheit und Nähe zu expandieren Märkten
Nach dem Start der Produktion eines Werkes in Russland im September 2005 optimiert EGGER weiter seine Logistikstruktur in Europa. Dies ist auch der Grund für EGGER in Osteuropa ein neues Werk zu planen. Die Region um Suceava ist sowohl auf Straße als auf Schiene hervorragend erschlossen. Gewährleistet ist auch eine nachhaltige Rohstoffbasis. Es werden ausschließlich Durchforstungshölzer und Resthölzer – geprüfter Qualität - von heimischen Sägen und Forstbetrieben verwendet. So sichert EGGER die Nachhaltigkeit und schützt Wald und Umwelt.
Um die Umweltverträglichkeit des Werkes zu bestätigen und die Auswirkungen auf die Umwelt zu beurteilen, wurden von EGGER bereits frühzeitig Prüfungen zur Umweltverträglichkeit in Auftrag gegeben. EGGER hat die “European Bank for Reconstruction and Development“ (EBRD) mit der Finanzierung des Projektes beauftragt; zusätzlich unterstützt uns EBRD in umweltpolitischen Fragen.
Die Prüfungen zeigten, dass sich der in Frage kommende Standort für das Werk eignen würde und die Anlagen als auch der laufende Betrieb so konzipiert sind, dass sie sowohl den rumänischen als auch EU-weiten Umweltstandards entsprechen. Das Projekt wird keine negative Auswirkung auf die Umwelt haben.