29.10.2004 Am 27. Oktober 2004 wurde der 1000. Kesselwaggon von Rail Cargo Austria ins Anschlussgleis des Spanplattenwerkes der Firma EGGER in Unterradlberg bei St. Pölten beigestellt.
EGGER zeigte sein ökonomisches Logistikkonzept und Rail Cargo Austria trat den Beweis an, dass effiziente Schienenlogistikkonzepte auch über kürzeste Entfernungen realisiert werden können.

„Leim-Shuttle“ als Beweis für Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt
Für die Erzeugung von Spanplatten benötigt EGGER Vorprodukte, die in Kesselwaggons auf der umweltfreundlichen Schiene aus dem nur knapp 30 Kilometer entfernten Werk der Firma Dynea Austria in Krems/Donau kommen. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und dem Spanplattenunternehmen EGGER und DYNEA Austria realisiert Rail Cargo Austria ein - für Schienenlogistik untypisch kurzen Entfernungen - effizientes, ökologisches und zuverlässiges Transportlogistikkonzept.
EGGER nimmt seit jeher eine Vorreiterstellung in Sachen Umwelt ein und mit einer Gesamtinvestition von ca. € 7 Mio. in die Schieneninfrastruktur wurde auch die Basis für die Umsetzung dieses Verkehrs- und Logistikkonzeptes gelegt. EGGER stellte damit seine ökologische Ausrichtung erneut unter Beweis. Am EGGER Standort in Unterradlberg wurde die ursprüngliche Gleislänge von 500 m auf 3,4 km erweitert. Ebenso wurde am Standort St. Johann und Wörgl ein zusätzliches Leimentladegleis, bzw. eine Leimentladeeinrichtung errichtet um die gesamte Logistik an den Standorten zu optimieren. Der Bahnanteil bei EGGER in Unterradlberg liegt über 60 %
Mit dem SHORT-DISTANCE-SHUTTLE wurden mittels zweier ständig in einem fixen Umlaufplan zwischen den Werken in Krems und Unterradlberg pendelnden Garnituren mit je 5 Kesselwaggons mittlerweile innerhalb eines Jahres 55.000 Tonnen von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene verlagert. Die Straßen (S 33!) wurden so von 2.200 LKW-Fahrten pro Jahr entlastet.
Die CO2-Emissionen aus dem Verkehr sind zwischen 1990 und 2001 um 48,3 Prozent gestiegen und machten 2001 bereits 22 % aller Treibhausgasemissionen in Österreich aus. Insbesondere durch die Ostöffnung nimmt der Individualverkehr auch weiter stark zu. Berechnungen des Umweltbundesamtes haben nun gezeigt, dass der Klimavorteil der Bahn größer ist als bisher angenommen. Das Umweltbundesamt erstellte eine exakte Berechnung der CO2-Emissionen der Bahn im Vergleich zu einem durchschnittlichen LKW. Hier beträgt der Klimavorteil der Bahn gegenüber dem LKW pro transportierter Tonne den Faktor 27,5. Der LKW-Verkehr belastet die Umwelt beinahe 30 Mal stärker als die Bahn.
Damit ist eindeutig belegt, dass durch derartige Projekte mit der Verlagerung von der Straße auf die Schiene durch die Bahn ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Umwelt, aber auch zur Erfüllung der Kyoto-Ziele eingebracht wird!
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